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Der Stand des Whistleblowing im italienischen Journalismus

Visselblåsning Italien.

Wir unterhalten uns mit Gianluca Paolucci, dem italienischen Journalisten, der stellvertretender Chefredakteur unseres neuen Partners Dietro le quinte della finanza ist. Eine Kolumne in der italienischen Tageszeitung La Stampa.

Hören Sie, was er über den aktuellen Stand des Whistleblowing im italienischen Journalismus denkt, was es für ihn bedeutet und was die Partnerschaft mit Whistlelink bedeutet.

F. Wie ist der aktuelle Stand des Whistleblowing im italienischen Journalismus?

A. Es ist immer noch ein wenig gebrauchtes und vor allem wenig bekanntes Werkzeug.

Es gibt einige interessante Beispiele, die mir einfallen, wie zum Beispiel die Arbeit, die vor einigen Jahren von der Zeitschrift l’Espresso mit RegeniLeaks durchgeführt wurde, um Material über den Fall des jungen italienischen Forschers zu sammeln, der in Ägypten getötet wurde. Oder WiredLeaks, die kürzlich von Wired Italia ins Leben gerufene Plattform, die bereits eine aufsehenerregende Untersuchung über illegales Online-Poker veröffentlicht hat. Aber das Potenzial dieses Instruments wird von den Lesern und Informanten noch nicht voll ausgeschöpft.  Vor allem sind sie sich des wesentlichen Aspekts nicht bewusst: dass ein solches Instrument sicher ist und sie selbst und ihre Quellen schützt.

Ich habe selbst eine eigene anonyme Meldeplattform betrieben, musste aber oft feststellen, dass Informanten, die die Möglichkeit hatten, eine solche Plattform zu nutzen, es trotzdem vorzogen, einen anonymen Umschlag an die Redaktion zu schicken. Das bringt einen zum Lachen, denn es bedeutet, dass sie es vorziehen, eine unsichere Praxis aus dem neunzehnten Jahrhundert anstatt eines effektiven modernen Instruments zu verwenden.

F. Warum ist dies ein wichtiges Thema für Sie?

A. Es garantiert, dass diejenigen, die eine Meldung machen, vollkommen anonym sind, auch mir selbst gegenüber. Der Schutz von Informanten ist für jeden Journalisten nicht nur sehr wichtig, er ist sogar fundamental. Besonders für alle, die sich mit sensiblen Themen beschäftigen und sensible Geschichten verfolgen.

Je heikler die behandelten Themen sind und je größer die möglichen negativen Folgen für die Informanten sind, desto notwendiger ist es, sich auf ein solches Instrument zu stützen, das absolute Anonymität garantiert. Dabei geht es nicht um allgemeine Fragen der Vertraulichkeit, sondern um reale Risiken, die von negativen Auswirkungen am Arbeitsplatz bis hin zu extremen Spekulationen über Risiken für die persönliche Sicherheit reichen.

Allerdings müssen sich die Journalisten mehr anstrengen, um Rückmeldungen und Bestätigungen für die erhaltenen Berichte zu erhalten, als bei den so genannten „traditionellen“ Kanälen. Es reicht nicht aus zu sagen: „Ich weiß, wer es mir gesagt hat, und ich vertraue ihm“, denn mit diesen Instrumenten ist die Quelle völlig anonym und unauffindbar. Aber so ist es, oder so sollte es sein, wie Journalisten mit ihren Quellen umgehen, unabhängig vom verwendeten Werkzeug.

F. Was erhoffen Sie sich von Ihrer Partnerschaft mit Whistlelink?

A. Die Gewissheit, einen professionellen Partner zu haben, der einen effizienten und benutzerfreundlichen Dienst entwickelt hat, der auch für Nutzer mit begrenzten technischen Kenntnissen erreichbar ist. Dies hat natürlich keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit, die, wie ich bereits sagte, der wesentliche Aspekt ist.

Auch die Möglichkeit, Teil eines Netzwerks zu sein, das, da bin ich mir sicher, zum Wissen und zur Entwicklung dieser Art von Instrumenten beitragen wird, mit positiven Auswirkungen für alle beteiligten Akteure.

Um dieses Interview auf Italienisch zu lesen, besuchen Sie Il whistleblowing nel giornalismo italiano

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Carsten Schönwald,
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